
Crailsheim mitgestalten - Freiraumplanung Innenstadt
Unter dem Slogan CRAILSHEIM FINDET INNEN STADT startete im Jahr 2025 das Projekt "Freiraumplanung Innenstadt". Die Crailsheimer Innenstadt muss vielfältige Erwartungen und Funktionen erfüllen: Einkaufsort, Erlebnisraum, Aufenthaltsstätte, Wohnraum und Arbeitsplatz. Menschen kommen hier zusammen und möchten sich wohlfühlen. Die Innenstadt soll deshalb ein attraktiver, lebendiger Wohlfühlort sein.
Das ist jedoch ein aufwendiger Prozess. Unsere Innenstadt ist mit vielen gegenwärtigen und künfigen Herausforderungen konfrontiert: Orte müssen für alle zugänglich, erreichbar und barrierefrei sein, heiße Sommer erfordern kühle, begrünte Plätze. Daher muss Regen gespeichert werden, denn Trockenheit schadet Pflanzen, Tieren und Menschen in gleichem Maße.
Aufenthaltsqualität, ausgewogene Verkehrsflächen und die Vernetzung von Naherholungsräumen sollen in einem stimmigen Gesamtkonzept verbunden werden. Ziel ist es, die Stadt zukunftsfähig zu machen.
Die Stadt Crailsheim hat dafür einen Wettbewerb ausgelobt: Landschaftsarchitekturbüros aus ganz Deutschland erarbeiten Lösungen für Gegenwart und Zukunft. Wichtig sind die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger: Bereits im Juni 2025 gingen über 200 Vorschläge ein, die gesichtet, geprüft, bewertet und z.T. von den Büros aufgegriffen wurden. Auch im weiteren Prozess sind Beteiligungsformate vorgesehen. Ziel des Projekts „Freiraumplanung Innenstadt“ ist eine Innenstadt, in der wir uns alle wohlfühlen.
Ergebnisse Planungswettbewerb
Preisgerichtssitzung 13.01.2026

Der gesamte Wettbewerbs-Beitrag:
Den ersten Preis bekam der Entwurf des Büros Franz Reschke aus Berlin. Die Arbeit überzeugte die Jury durch eine klare Analyse und Leitideen, die die Verbindung von Flusslandschaft und Stadt betonen. Der Entwurf schafft verkehrsfreie Aufenthaltsräume und fördert Klimaanpassung durch Baumpflanzungen und Regenwassernutzung. Sie wurden für einige Vertiefungsbereiche achtsam aber konsequent und mit nachhaltigen Materialien herausgearbeitet. Anhand der Vertiefungsbereiche konnte der grobe Rahmen auf ortsspezifische Lösungen heruntergebrochen werden und seine Tauglichkeit für andere Teilbereiche der Innenstadt geprüft werden. Die Jury lobte den Entwurf als robusten und zukunftsfähigen Rahmen für die Weiterentwicklung der Innenstadt.
Die ausführliche Begründung der Jury finden Sie hier:

Der gesamte Wettbewerbs-Beitrag:
Im zweitplatzierten Entwurf des Büros faktorgrün aus Freiburg ist der Büroname Programm: Die Aufwertung der innerstädtischen Platz- und Straßenstruktur baut vor allem auf Begrünung und einen geringen Versiegelungsgrad. Die Aufwertung der innerstädtischen Plätze und Straßenräume wird positiv bewertet. Die Baumdichte konkurriert dabei jedoch mit anderen Nutzungen. Der Entwurf hat einen stark historischen Bezug.
Das Preisgericht würdigt das gut ablesbare Gesamtkonzept für die Entwicklung der Innenstadt. Der starke historische Bezug wird jedoch hinterfragt, die Ebene der Nachkriegsstadt wird zu wenig weiterentwickelt.
Die ausführliche Begründung der Jury finden Sie hier:

Der gesamte Wettbewerbs-Beitrag:
Unter dem Arbeitstitel „Crailsheim Wiederentdecken“ bleib das drittplatzierte Konzept innerhalb der alten Stadtmauern. Diese hier als historisch dargestellte Mauerabgrenzung der sogenannten „Altstadt“ ist heute in den meisten Teilen nicht mehr existent. Der Fokus wird auf kleinste Details gelenkt, wie beispielsweise den Umgang mit den Stadttoren, Torbögen oder berankten Bögen. Der Entwurf enthält gute Ansätze zur Stärkung der Aufenthaltsqualität und Klimaresilienz.
Die Herleitung des Konzeptes geschieht insgesamt aus einem geschichtlichen Kontext heraus, der das heutige Stadtbild nicht mehr vorrangig prägt. Aufgrund dieses Vorgehens konnte sich das Preisgericht trotz der hohen planerischen Qualität nicht zu einem höheren Rang des Entwurfs entscheiden.
Die ausführliche Begründung der Jury finden Sie hier:
Durch Mehrheitsbeschluss sind die weiteren sechs Arbeiten ausgeschieden worden.
Phasen
Nächste Planungsphase
Hier folg ab Juni 2026 eine weitere Planungsphase mit neuen Informationen.
Weitere Bürgerbeteiligungen
Partizipation steht bei diesem Projekt an erster Stelle. Deshalb wird es im Verlauf der Projektzeit weitere Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung geben.
